Daniel Kabelitz


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Technik

Infrarot

Seit Frühjahr 2010 beschäftige ich mich mit Infrarotfotografie. Bitte nicht mit der Wärmedämmungsfotografie von Baugutachtern verwechseln, da geht es um eine Strahlung mit einer ganz anderen Frequenz.
Verwendet wird entweder Film oder eine digitale Minolta Dimage7, bei der der interne Schutzfilter, welcher die Infrarotstrahlung aussperren soll sehr schwach ist. Seit neuestem auch eine digitale Sigma SD15 mit ausgebautem IR-Cut-Filter.
In der Galerie habe ich den verwendeten Film bzw. die Kamera mit dazugeschrieben.
Da Informationen und Vergleichsbilder rar sind habe ich 2 Filme nachfolgend verglichen. Der EFKE wurden leider im Herbst 2012 eingestellt. Dieses Jahr werde ich die letzten Vorräte verarbeiten. Der Rollei wird wohl noch bis nächstes Jahr reichen.

EFKE IR 820
Der in Kroatien hergestellte Film gilt als einer der Filme mit dem ausgeprägtesten Infraroteffekt, der aktuell noch erhältlich ist. Blauer Himmel wird schwarz, Wolken und von der Sonne beschienenes Pflanzengrün werden leuchtend weiß. Wasser wird wenn die Sonne im richtigen Winkel steht schwarz. Ich habe die Erfahrung gemacht das mir die Sonne idealerweise schräg über die Schulter schauen sollte, am besten am Vormittag mit blauem Himmel und Fotowolken.
Um ein Infrarotbild zu fotografieren muß das sichtbare Licht ausgesperrt werden. Dies passiert bei mir meist mit einem B+W-Filter 092 mit einer Cutfrequenz von 695nm. Mit dem Rotfilter 091 habe ich außer dem schwarzen Himmel keine Infraroteffekte erzielt. Der 092-Filter ist bei viel Licht gerade noch so durchsichtig. Aktuell wird der Film bei mir in Finol entwickelt. Der Film ist nicht so schwierig wie ihm manchmal nachgesagt wird, lediglich die Filmandruckplatte der 7000AF mußte ich mit mattschwarzer Folie bekleben, da ihr Muster manchmal auf dem Film sichtbar wurde. Als Belichtungszeit hat sich eine Reihe von 3 Bildern um Blende 4 und 0,5 Sekunden herum als meist passend herausgestellt.

Rollei SuperPan 200 (AGFA Aviphot)
Dieser Film hat eine erweiterte Rotempfindlichkeit bis 750nm. Er erlaubt bei guten Bedingungen bei Blende 5,6 und 1/30 s das arbeiten mit sehr ruhiger Hand oder Einbeinstativ. Der Film zeigt bei Verwendung in einer Dynax 7 keine Verschleierungen durch die IR-Diode welche die Perforation abtastet. Mit dem Sigma 50mm 2,8 EX DG, dem KoMi 28-75 1:2,8 und dem KoMi 17-35 1:2,8-4 ist keine Fokuskorrektur notwendig, weshalb ich den Autofokus nutzen konnte. Bei den meisten Motiven war eine Belichtungsmessung durch den Filter bei 400ISO passend. Entwickelt wurde nach Datenblatt in Spur HRX 3. Das Beispielbild vom letzten Spätsommer entstand noch mit einer X700 und 35mm Tokina.
Die Beispielbilder zeigen sehr gut den Unterschied zwischen dem EFKE und dem Rollei. Zusammengefaßt kann man sagen das speziell der Woodeffekt (weißes Laub) beim EFKE stärker ausgeprägt ist. Der Film hat eine eigene traumhafte Ausstrahlung. Dafür ist er sehr kratzempfindlich, muß im dunkeln eingelegt werden und erfordert ein stabiles Stativ. Der Rollei hat diese Sorgen nicht, läßt sich mit einer modernen Kamera verarbeiten und wirkt schärfer und sauberer. Dafür fehlt ihm diese besondere Ausstrahlung.

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